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Ca va ça va ça va ça va

Ca va ça va ça va ça va

von Michael Färber 5. November 2012, 07:48 Uhr

Meine sehr verehrten Damen und Herren, willkommen zu dieser zehnten Ausgabe meiner Abenteuer in Frankreich, diesmal mit einem Spanien-Teil! 🙂

Gestern aus Spanien zurückgekehrt, sehe ich mich vor die monströse Aufgabe gestellt, jetzt mehr als zwei Wochen hier zusammenzufassen. Da mich meine Sehnenscheidenentzündung noch immer plagt, werde ich versuchen, mich in meinem Textfluss etwas zurückzuhalten (wird nicht leicht!). Leider spinnt mein Handy momentan ein bisschen (seit einem unfreiwilligen Schokoladenbad in meiner Hosentasche o_O), weshalb ich im Moment keine Bilder auf meinen Rechner übertragen kann und dieser Artikel somit ohne Bilder auskommen muss. :/ UPDATE: Mittlerweile geht das Handy wieder, und die Bilder sind alle an ihrem Platz.

Beginnen wir also dort, wo mein letzter Artikel so abrupt abgerissen ist, nämlich am Freitag, den 19. Oktober. An diesem Tag fand unser erstes PER-Treffen an der Universität statt, wo wir in entspannter Atmosphäre unseren Artikel diskutierten. Das Thema verspricht nach meinem ersten Eindruck jedenfalls recht spannend zu sein.
Am Nachmittag ging ich dann noch mit Laetitia ins Kino — sie wollte unbedingt “Ted” sehen. Leider stellte sich bei mir beim Betrachten des Films ein erheblicher Fremdschämfaktor für dessen Kreatoren ein, was noch zusätzlich verstärkt wurde durch meine gerade an diesem Nachmittag einsetzenden Schnupfen. Nach dem Film musste ich mich dann auch krankheitsbedingt in mein Domizil zurückziehen, in welchem ich mich auch das gesamte Wochenende aufhielt. Dabei wollte ich meine Krankheit ursprünglich dafür nutzen, um für die Uni zu arbeiten und noch einiges zu schreiben (wie z.B. für meinen Blog hier), aber dummerweise bekam ich schon am Samstag Nachmittag heftige Schmerzen in der Hand, die mich effektiv an manuellen Arbeiten hinderten. So konnte ich eigentlich nur noch im Bett herumliegen und lesen, am Sonntag wurde mir das zu langweilig und ich schaute mir das dreieinhalbstündige Epos “Lawrence of Arabia” an. Hätte mir nicht gedacht, dass ein Film dieser Länge so kurzweilig sein könnte.

Das ist das Wetter, aus dem Krankheiten gemacht sind.

Am Montag schleppte ich mich trotz anhaltender Krankheit noch in die Stadt, um für Lisas Geburtstag Hausschuhe zu kaufen, die sie nach unserem letzten Sprachkurs in einem Schaufenster bewundert hatte. Sie hat sich dann auch entsprechend gefreut, als sie die Patschen am Abend bei ihrer Geburtstagsfeier bekommen hat. Kein Wunder bei den fußbodengekühlten Studentenheimen von Bordeaux. ^^ Von der Geburtstagsfeier musste ich mich allerdings relativ früh schon wieder empfehlen, da ich mich gesundheitlich schlecht fühlte.

Der Lisas neue Schlapfen.

Am Montag erhielten wir übrigens das Resultat des Logik-Tests; wie es scheint, war ich mit 19/20 Punkten der Beste. Das tut dem Ego gut. 🙂

Am Dienstag fand ein freudiges Ereignis statt: Die chauffage (Heizung) von Village 2 wurde aktiviert! Zu diesem Zeitpunkt wich die bis dahin vorherrschende schaudernde Kälte einem wohligen, wüstenähnlich stickigen Klima, das meinen Genesungsprozess merklich beschleunigte.
Weiters begab ich mich noch mit einem Kollegen aus Quebec (Michael) in die Stadt, wo wir uns bei Intersport dem Kaufexzess hingaben und uns neue Rucksäcke, neue Jacken und neue Wasserflaschen besorgten. Mein alter Rucksack bekam nämlich am Boden schon ein Loch, und da ich ohnehin schon genügend Dinge verliere, wollte ich weiteren Verlusten vorbeugen.
Beim abendlichen Sprachkurs eine Neuigkeit: Unsere Gruppe war zweigeteilt worden, und ich war nunmehr in Gruppe 5 von 6, erfreulicherweise weiterhin mit einigen anderen unserer Erasmus-Gruppe.

Am Mittwoch war wieder einmal Pub-Quiz angesagt, und zwar diesmal mit einer Runde von Quebecois, mir und meiner Nachbarin Pauline, die ich eingeladen hatte. Wir verloren zwar haushoch (vorletzter Platz o_O), aber es war trotzdem sehr lustig. 🙂

Pub quiz --- one more time.

Am Donnerstag rief ich noch auf eine Fahrradannonce hin bei einer Dame an, die mir — oh Wunder — noch für den selbigen Tag ein Treffen in Pessac zusagte. Bei strömendem Regen begab ich mich dorthin, und fand ein sehr schönes Fahrrad im holländischen Stil mit sieben Gängen vor, das ich für 65€ erstand. Der Haken? Das Kabel für die Gangschaltung ist gerissen und muss wohl ersetzt werden — ich hoffe, das wird nicht zu teuer. Die Fahrrad-Odyssee hat jedenfalls für den Moment ein Ende.

Bicycle, bicycle, bicycle, I want to ride my ...

Am Abend ging ein Teil unserer Erasmus-Gruppe nach dem Sprachkurs noch ins Kino, und zwar den Film “Dans la maison”. Dieser Film hat mir sehr gut gefallen und ist zum Nachschauen empfohlen. Ich denke da an eine gewisse Exilpariserin. 🙂

Der Freitag begann mit einem traurigen Ereignis: Mir ist meine letzte Ampasser Marmelade ausgegangen, weshalb ich wohl einige Zeit auf diesen liebgewordenen Genuss verzichten und diesen wohl oder übel mit “bonne maman” substituieren muss.
Am Freitag sollte weiters eine “désinsectisation” in Village 2 stattfinden. Tollerweise wurde davon nur ca. 1% aller Residenten davon per E-Mail informiert (darunter glücklicherweise ich ^^) und es wurde auch sonst nirgendwo etwas ausgehängt, was auf dieses Ereignis hinweisen würde. Als wir den Nachtwächter nach unserem donnerstäglichen Kinobesuch danach fragten, wies er uns sinngemäß darauf hin, dass er nichts wisse und wir unsere Fresse halten sollten. (Die Worte “foutage” und “gueule” fielen jedenfalls.) Für 140€ Miete im Monat kann man anscheinend nicht erwarten, dass Freundlichkeit im Preis inkludiert ist. Wie dem auch sei, die “désinsectisation” war von dem Erfolg gekrönt, dass ich beim nachmittäglichen Wiedereintritt in mein Zimmerchen von eiligem Kakerlakengetrappel begrüßt wurde. Abschuss negativ.
Als kleinen Trost für das Weiterleben meiner Kakis gab es am Abend jedenfalls ein Deutschen-Treffen bei Kristin, zu dem ich als Österreicher netterweise auch noch zugelassen war. ^^ Kristin, ich weiß zwar nicht mehr genau, was das für ein Auflauf war, den du da gemacht hast, aber er war wirklich verdammt gut. Merci beaucoup.

Bienvenue chez les Allemands.

Am Samstag bereitete ich mich auf meine sonntägliche Reise nach Spanien vor — als Reiseproviant hatte ich 800g Brot gefüllt mit Salami und einer Auswahl französischer Käsesorten vorgesehen. Dazu noch eine Taboulé aus der Packung. Mmmmmhh.
Am selben Abend sollte der Geburtstag von Bruno stattfinden, der als Brasilianer auch Teil unser erweiterten Erasmus-Gruppe ist. Zu diesem Anlass hatte ich mich mit Andreas, Lisa noch zum Geschenke-Kaufen am Nachmittag verabredet, wurde aber zuvor noch spontan von meiner Nachbarin Yselia zum Tee eingeladen. Als Geschenk kauften wir dann jedenfalls ein Kochbuch mit sehr schönen Illustrationen, da wir da bei Bruno noch ein gewisses Verbesserungspotential sahen. 🙂 Am Abend speiste ich noch zum Abschied mit Pauline, und dann ging ich mit Sack und Pack für Spanien zu Brunos Geburtstagsfeier, wo ich leider schon mich nach kurzer Zeit wieder abmelden musste und in die Stadt fuhr.
In der Stadt traf sich der Chor in der Wohnung unseres Chorleiters Alexis, von wo wir dann gegen ein Uhr nachts Richtung Bus marschierten. An diesem Tag gab es übrigens einen Temperatursturz von ca. 19°C auf 9°C, und es schiffte noch dazu. Super. Natürlich hatte ich meine brandneue warme Jacke nicht dabei, da ich mich ja auf einen sonnigen Spanien-Urlaub und nicht auf eine Arktis-Expedition vorbereitet hatte. Die Busfahrt war auf jeden Fall nicht ganz so anstrengend wie gedacht, da ich die meiste Zeit ohrenverstöpselt auf irgendeinem Sitz hing und zu schlafen versuchte. Traf auf jeden Fall noch im Bus einen Österreicher aus Kärnten, einen echten Abenteurer, mit dem ich mich bestens unterhielt.
Nach 18 Stunden Busfahrt endlich in Sevilla angekommen gingen wir noch in eine Bar zum Tapas-Essen, dann ging es glücklicherweise bald Richtung Bett im Urbany Hostel. Mein erster Tag in Spanien überhaupt!

Am Montag war Kulturprogramm angesagt: Ich besuchte mit Servan den Königspalast Alcázar und die daran angrenzenden Gärten. Sehr eindrucksvoll und schön. Besonders interessant fand ich hierbei die Synthese von europäischem und arabischem Baustil.
Am Nachmittag gaben wir dann unser erstes Konzert in einer Kirche, und hier musste ich feststellen, dass ich ca. 50% der Stücke am Programm noch nicht kannte. Das sah dann so aus, dass ich und einige andere Neulinge im Chor immer wieder bei unbekannten Stücken die Bühne verließen und anschließend zurückkehrten. Das Konzert war jedenfalls ein großer Erfolg, denn die Kirche war gesteckt voll und es gab reichlich Applaus. Dies feierten wir nachher ausgiebig in einer Bar und gingen dann noch zum Abschluss in ein Restaurant.

Am Dienstag fuhren wir dann von Sevilla nach Puerto de Santa Maria, ein kleines Örtchen, das wir innerhalb ca. einer Stunde mit dem Zug von Sevilla aus erreichten. Dort quartierten wir uns in dem Hostel Loreto ein, das ich sehr komfortabel fand. (Es gab Himmelbetten und einen Salon!) Da es ziemlich stark an diesem Tag regnete, verbrachte ich die meiste Zeit im Hostel und hielt eine extralange Siesta. Danach spielten wir noch Jungle Speed (“wer es nicht kennt, der seh es sich an, solang bis er’s glaubt”!) und probten für das nächste Konzert. Den Abend verbrachten wir bei lokal erstandenen Alkoholika und anderen Gesöffen.

Am Mittwoch fuhren wir wieder einmal in aller Herrgottsfrühe mit dem Boot nach Cadiz, und diesmal war uns der Wettergott gewogen, denn es schiffte ausnahmsweise einmal nicht. In Cadiz besichtigten wir die Stadt und warfen sehnsüchtige Blicke gen Meer, manche beließen es nicht dabei und warfen sich in die Fluten, wobei ihre erhitzten Gemüter allerdings schnell abgekühlt wurden. In Cadiz wurde ich auch zum ersten Mal Zeuge und Mitwirkender eines Chor-Flashmobs. Das schaut so aus, dass sich der Chor irgendwo in der Stadt stationiert und unangekündigt zu singen beginnt. Ist sehr effektiv und lockt immer wieder große Menschenmengen an. Gleichzeitig kann man dann das spontane Kurz-Konzert mit einer Ansage beenden, dass ein größeres Konzert bevorsteht um soundsoviel Uhr bei soundso. Diese Methode der Werbung möchte ich auch dem Innsbrucker Uni-Chor zur Nachahmung ans Herz legen.
Bei dem Flashmob kannte ich allerdings wieder nur einen Teil der Stücke, blieb allerdings auch bei den Stücken stehen, die ich noch nicht kannte, und versuchte, mich so gut wie möglich an meinen Nachbarn zu orientieren und mitzusingen. Es drängt sich der Vergleich mit der Szene aus dem Film “Der Hofnarr” auf, bei der der Hofnarr bei der Zeremonie zum Ritterschlag mitmarschiert.
Am Nachmittag brachen wir dann wieder gen Puerto de Santa Maria auf, wo wir unser zweites Konzert in einem kleinen Kirchchen (österr. Kircherl) gaben, zusammen mit einem lokalen Chor. Auch dieses Konzert wurde herzlichst aufgenommen, und wir wurden Zeugen der andalusischen Applaustechnik, die sich durch rhythmisches Klatschen in einem Art Flamencotakt auszeichnet. Sehr toll.
Nach dem Konzert wurden wir noch von dem lokalen Chor zum Essen eingeladen, und wir musizierten und tanzten danach noch länger. Nach einem schon ziemlich gewaltigen Abend gingen dann noch ein paar von uns in eine Bar, die mir allerdings nicht so zusagte und von der ich mich dann bald Richtung Bett verzupfte.

Am Donnerstag ging es wieder total früh mit dem Zug von Puerto de Santa Maria nach Sevilla, wo wir wieder in unserem Hostel Quartier bezogen. Dort lernte ich zwei Amerikaner kennen, die gerade auf Europa-Tour waren, und da sie mir sehr sympathisch waren, ging ich mit ihnen in die Stadt und wir schauten uns die Kathedrale an, anscheinend die größte der Welt. Diese war zufällig zu Allerheiligen gerade frei zugänglich, weshalb wir sie gratis besichtigen konnten. 🙂 Danach gingen wir noch Tapas essen und dann zurück zum Hostel. Dort hielt ich wie immer meine Siesta und ging dann am Abend wieder mit dem Chor essen. Anschließend gingen wir noch in eine Diskothek, die mir (wie die meisten Diskotheken) allerdings überhaupt nicht zusagte und von der aus ich mich dann bald ohne viel Aufhebens entfernte.

Am Freitag traf ich im Hostel eine Spanierin namens Noemí, mit der ich ein bisschen plauderte. Auf ihre Anregung hin ging ich mit Servan und Hugo noch auf den Plaza de España, auf dem, wie ich von Noemí zuvor erfahren hatte, unter anderem Star Wars und Lawrence of Arabia gedreht wurden. Ein Platz der Filmgeschichte also. Hat mir auch außerordentlich gut gefallen und war definitiv einer der Höhepunkte der Reise. Auf diesem Platz befindet sich für jede Region Spaniens ein Bild und eine Karte, die deren Umgebung anzeigt. Gibt es so etwas auch in Österreich?
Am Nachmittag fanden dann mehrere Chor-Flashmobs in ganz Sevilla statt, bei denen wir auch Geld einsammelten. Die Chorreise finanziert sich ja schließlich nicht von selbst. (Busfahrt und Unterkunft übernimmt ja schließlich der Chor.) Glücklicherweise waren der Andrang und die Freigiebigkeit des Publikums auch hier wieder sehr groß.
Am Abend ging der Chor dann zu einer Flamenco-Show, zu der ich auch Noemí eingeladen hatte, und da sie noch beim Essen war, entschied ich mich, noch beim Hostel auf sie zu warten und dann mit ihr zur Flamenco-Show nachzukommen. Im strömenden Regen (Schuhe waren nach ca. 5 Sekunden total durchnässt) suchten wir nach der Flamenco-Örtlichkeit, allerdings erfolglos, weshalb wir uns dann ein anderes Plätzchen suchten. Wir wurden in der Bar Levies fündig, die sich als ausgesprochen angenehme Bar für Tapas und Wein herausstellte. (Jetzt weiß ich auch, warum der Malaga kein Heuriger ist. Schmeckt so, als hätte man Rosinen zu Wein verarbeitet. Ist aber nach einem anfänglichen Schock gar nicht übel.) So verbrachten wir einen sehr schönen Abend zu zweit.

Am nächsten Morgen kam dann die Ernüchterung: Aufstehen um 6:45 Uhr, packen der Siebensachen und um 8 Uhr Gänsemarsch im Regen (natürlich wieder einmal!) zum Busterminal. Dort ein Schreckensmoment, denn scheinbar gäbe es ein Problem mit unserer Reservierung und wir müssten in Sevilla bleiben. Zum Glück konnten wir unsere Reise dann doch noch antreten, aber einige andere Passagiere des Busses mussten in Sevilla bleiben. Gott, bin ich froh, dass wir abreisen konnten. Die Rückfahrt war recht lustig, wir haben immer wieder ein bisschen gesungen und gespielt, und so waren die 18 Stunden Reise eigentlich ganz erträglich. Bei einer Bushaltestelle stieg lustigerweise noch Andreas von unserer Erasmus-Gruppe zu, der sich in der Woche auch gerade in Spanien aufhielt. In Bordeaux angekommen mussten wir dann feststellen, dass am Sonntag um drei Uhr morgens keine Busse mehr fahren, und so entschieden wir uns, aus eigener Kraft Richtung Talence/Pessac zu kommen. Ich nahm allerdings ein VCub, da mir die Entfernung zu weit zum Gehen vorkam. Das war allerdings ein ziemlicher Krampf, da ich zuerst einmal meine riesige Reisetasche auf das Fahrrad wuchten musste (habe schon länger nicht mehr so sehr geflucht) und bei der Ankunft in Doyen Brus der einzige noch freie Fahrradständer nicht funktionierte. Daher fuhr ich dann mit dem Rad noch weiter bis zur Station Montaigne Montesquieu, wo ich dann glücklicherweise einen freien Fahrradständer ergatterte und zu Fuß mit meinen Sachen zu Village 2 zurückkehrte. Die erste Tram des Tages kam übrigens ca. 10 Minuten später an. Insgesamt war ich also verdammt wütend über den Fahrradservice, denn vermutlich muss ich jetzt auch noch dafür zahlen, dass ich länger als 30 Minuten mit dem Fahrrad gefahren bin, da ich ja noch versucht habe, den nicht funktionierenden Fahrradständer bei Doyen Brus zu verwenden. So ein Scheiß-Service, wenn man das mit Wien vergleicht. Begleitete den Fußmarsch zu Village 2 dementsprechend musikalisch mit dem Donauwalzer.

Am Sonntag war Ordnung machen angesagt — 73 neue E-Mails, uff. Wenn ich euch nicht gleich antworte, dann wisst ihr jetzt, warum, und ich kann euch nur um eure Geduld bitten. 🙂 Erfuhr auch, dass das Thema des Projekts für das Fach Compilation freigegeben wurde; wir sollen einen Compiler für eine neue Programmiersprache in Eigenregie schreiben. Schaut nach verdammt viel Arbeit aus, könnte aber ganz interessant werden. Wir sollten mindestens in Vierergruppen arbeiten, wobei ich diese Anzahl von Leuten glücklicherweise schon beisammen habe. 🙂
Am Abend unterhielt ich mich noch mit meinem neuen Nachbarn Alaâ aus Marokko, der sehr sympathisch ist. Außerdem traf ich noch ein paar Nachbarinnen, unter anderem Sabina, die die grandiose Idee eines Empfehlungszettels hatte, die ich auch gleich umgesetzt habe. Das schaut so aus, dass jetzt an meiner Zimmertür ein Zettel hängt, auf der Sabina jeden Tag eine Empfehlung für mich schreibt und ich auch für sie, z.B. für ein Buch, ein Musikstück oder einen Film. Je suis bien tombé.

So wünsche ich euch denn einen schönen Wochenbeginn und freue mich schon auf ein baldiges Wiederlesen! 🙂

P.S.: Zur Erklärung des Titels: In Sevilla haben einige von unserem Chor mehrfach einen Mann aus Kamerun getroffen, der sie immer mit einem “Ca va ça va ça va ça va” bzw. einem “Bonsoir bonsoir bonsoir bonsoir” (mit jeweils abfallendem Tonfall) begrüßte. Das wurde zum running gag des Chors. Die Chorreise war jedenfalls grandios und ich bin wirklich froh, dass ich mich so kurzfristig noch dafür entschieden habe und mich nicht von den 18 Stunden Busreise abschrecken habe lassen. ¡Viva España!

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