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EPiCS und ich

EPiCS und ich

von Lukas Esterle 11. Juni 2012, 15:19 Uhr

Fangen wir mit dem ich an!

Hallo, mein Name ist Lukas Esterle und ich bin Universitätsassistent an der Alpen-Adria Universität Klagenfurt am Institute für Vernetzte und Eingebettete Systeme. Neben meiner Lehrtätigkeit als Assistent in der Pervasive Computing Group, forsche und arbeite ich auch im Rahmen von einem EU-Projekt mit internationalen Partnern namens EPiCS mit.

In den nächsten Tagen, Wochen und Monaten werde ich euch ein wenig über meine Arbeit als Assistent und Forscher an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt berichten. Aktuell bin ich gerade auf einer Summerschool in Edinburgh von welcher ich euch (mehr oder weniger live) zu berichten versuchen werde.

Zuvor möchte ich euch aber noch ein wenig über mich selbst und dem EPiCS-Projekt erzählen: Ich habe in Klagenfurt Informatik studiert und auch erfolgreich abgeschlossen. Im Laufe meines Studiums musste ich ein Praktikum absolvieren welches ich in bei der Firma Rether Networks Inc. in New York durchführen durfte. Dort habe ich einen Aktivierungs- und Lizenzserver für deren Software und ein Protokollprogramm für Datenzugriffe entwickelt.  Ich habe mein Praktikum aufgrund der Location von 4 auf 10 Monate verlängert. Als ich nach Klagenfurt zurückkam, stand auch schon die Diplomarbeit vor der Tür bei welcher ich mich mit Räumlichen Relationen von Bildern beschäftigt habe. Die Idee war, zwei Bilder zu nehmen und deren Inhalt – also das was am Foto drauf war – zu analysieren. Danach musste festgestellt werden ob die Bilder zumindest teilweise den gleichen Inhalt hatten. War dies der Fall war noch interessant, in welche Richtung sich der Fotograf nach der Aufnahme des ersten Fotos bewegt hat um das zweite Foto zu schießen.
Dies war mein erster intensiverer Kontakt mit Bildanalyse und Kameras und brachte mich auch in die Richtung meiner jetzigen Arbeit am Institute für Pervasive Computing und zum EPiCS-Project.

 

Epic EPiCS!

EPiCS ist das Kürzel für ‚Engineering Proprioception in Computing Systems‘ – was euch vermutlich jetzt genau so viel sagen wird wie es mir zu Beginn des Projektes gesagt hat: nichts!
Propriozeption bedeutet so viel wie Eigenwahrnehmen oder Eigenempfindung. Es sollen also Computersystem entwickelt werden welche etwas wahrnehmen können und diese Wahrnehmungen dann auch nutzen und weiterverarbeiten. In meinem speziellen Fall sind diese Computersysteme Smart-Cameras mit denen wir bei uns am Institut des Öfteren zu tun haben – mein Kollege, Bernhard, hat sie euch in seinem Blogpost (http://youcanmakeit.at/blog/pervasive-computing-und-intelligente-kameras/) schon kurz vorgestellt.

In meiner Forschungsarbeit versuche ich solchen Smart-Cameras eine Eigenwahrnehmung zu geben. Dabei verwenden wir aber nicht nur eine einzelne Kamera, sondern gleich ein ganzes Netzwerk von Kameras. Jede einzelne Kamera soll dann eigenständig ihre relative Position als auch ihre Nachbarn im Netz erkennen und somit stärker mit diesen direkten Nachbarn zusammenarbeiten. Durch diese eigenständige Zusammenarbeit kann man gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen:  (1) wir können den Verbrauch der Ressourcen im Netzwerk verringern, (2) Ergebnisse können verbessert werden und (3) verringert sich der administrative Aufwand beim Aufbau und Warten des Netzwerks erheblich.

Da es sich bei EPiCS, wie schon erwähnt um ein internationales EU-Projekt handelt, arbeiten wir hier einerseits mit unseren lokalen Partnern, andererseits aber auch sehr intensiv mit unseren Partnern aus England, Deutschland, Norwegen und der Schweiz zusammen. Über diese Aktivitäten werde ich euch im Laufe der nächsten Monate mehr berichten!

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