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Informatik und die Uni

Informatik und die Uni

von Shirley Werchota 3. Mai 2012, 18:34 Uhr

IT – Information Technology oder als Studium an der Uni Wien eben kurz gesagt „Informatik“.
So allumfassend und vielseitig die Informatik sein mag mit zig Programmiersprachen, undenkbare Job Aussichten, Hardware, Software, Clouds und so weiter, ist es für mich, Shirley, momentan ein Studium an der Uni Wien. Ein Ort an dem werdende InformatikerInnen Menschen kennenlernen können die schon ewig (so scheint es mir oft zumindest) mit der „Maschine“ zu tun haben.

In meinem bisherigen Abenteuer, das ja jetzt schon 6 Semester dauert, habe ich gelernt mal alle möglichen Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Dennoch kann ich es mir nicht verkneifen meine mit-InformatikerInnen als KünstlerInnen zu betrachten. Sie arbeiten leidenschaftlich an Projekten, suchen und finden Probleme (Bugs) um Lösungen zu erfinden und bis in den frühen Morgenstunden aus abstrakten Ideen, konkrete (Meister)Werke zu schaffen.
Bevor ich anfange über ein paar interessante Themen zu schreiben, denen ich im Laufe meines Studiums gewidmet habe, fange ich mit unserem StudentInnen Leben an.

Kurze Vorstellung der Fakultät:

Sie besteht aus 12 Forschungsgruppen wo Lehrende und Studierende sich treffen können um der Entwicklung beizutragen. Über die zahlreichen Projekte kann auch nachgelesen werden. Die Publikationen unserer Fakultätmitglieder stehen zum Download zur Verfügung, bei Interesse und Bedarf. Es ist eine wachsende jedoch übersichtliche Fakultät.
Jedoch sind nicht nur ProfessorInnen und Lehrende ein wesentlicher Bestandteil des Studiums, noch wichtiger sind wir, die Studierenden. Ohne uns gäbe es ja kein Studium, das wollen die Profs natürlich vermeiden. Der Studienanfang wird uns so leicht wie möglich gemacht mit verschiedenen Unterstützungsangebote:

  • Das EnterDay
  • Mentoring
  • Infff – Frauenförderung
  • /bin – „Fachschaft“

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In meinem 4. Semester bekam ich die Gelegenheit eine Stelle als Studienassistentin für das Dekanat anzutreten. Seitdem leite ich das Infff Projekt. Es steht für Informatik fast forward und ist eine Maßnahme der Frauenförderung an unserer Fakultät. Was hat denn eigentlich Frauenförderung mit Informatik zu tun?

 

Wusstest Du, dass eine Frau das aller erste Computerprogramm im Jahre 1843 schrieb?

Lady Ada Lovelace, die Tochter des Dichters Lord Byron, war eine britische Mathematikerin die den ersten Algorithmus für eine Rechenmaschine schrieb. In 1977 wurde dann eine Programmiersprache entwickelt, die Ada getauft wurde.

Wusstest Du, dass die Programmiersprache COBOL von einer Frau entwickelt wurde?

COBOL entstand aus dem dringenden Wunsch, eine Hardware-unabhängige standardisierte problemorientierte Sprache für die Erstellung von Programmen für den betriebswirtschaftlichen Bereich zu haben. So ähnlich wie es mit der Sprache Java umgesetzt wurde. Die Mutter von COBOL, Grace Murray Hopper, programmierte schon im 2. Weltkrieg.
Es gibt auch noch viel mehr wichtige Frauen in der Informatik, von denen ich persönlich nichts wusste, als ich mit dem Studium anfing. Warum jedoch diese Thematik an der Uni wichtig ist, liegt daran, dass die Frauenquote im Informatik Studium sehr niedrig ist. Dies zeugt nicht von mangeldem Interesse seitens Studentinnen sondern eher von Gender spezifischen Vorurteilen und der Sozialisierung von Mädels was das Berufsleben betrifft.

Unser Infff Projekt bietet fachliche Tutorien an in Programmierung, Mathematik und Technische Grundlagen. Ein Tutorium ist ein Kurs, der von Studierenden abgehalten wird, um Unverständlichkeiten zu klären, die im Unterrichtsfach aufkommen.
Es werden auch Workshops angeboten, zu den Themen Hardware und Linux. Das Hardware Workshop ist mein persönliches Favorit. Wir treffen uns und dürfen ohne Rücksicht auf Verluste Computer aufschrauben, ausweiden, Einzelteile besprechen, Computer zusammenbauen und anwerfen! Außer wertvollem, fachlichem Wissen zu erwerben, haben wir auch sehr viel spass zusammen.
Jetzt ist erst Mal Schluss mit dem Uni-Alltag und den Sozialen Themen. Das nächste Thema betrifft Supercomputer, ihre Hardware, State of the Art Lösungen für Ressourcen-intensive Applikationen und die Innovationen aus der Sicht eines Experten.

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