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L’aventure commence

L’aventure commence

von Michael Färber 26. August 2012, 23:19 Uhr

Darf ich mich vorstellen? Michael Färber mein Name, aber als (Tiroler) Kurzform tut es auch ein simples “Much”.  Ich studiere Informatik an der Universität Innsbruck und hege schon seit langem Pläne, für eine Zeit lang in Frankreich zu leben. Dank Erasmus ist das heutzutage nicht mehr so schwierig — wenn man von den gefühlten Hunderten Formularen absieht, die man während der Bewerbung ausfüllen muss. 🙂 Aber irgendwann einmal ist jede Unterschrift gegeben, jedes Learning Agreement verfasst und jedes Studentenheim angeschaut, dann wartet man nur noch auf den Zug, der einen am 29. August in den sonnigen Südwesten Frankreichs bringt, genauer gesagt, nach Bordeaux.

Bordeaux wird meine Heimatstätte für das gesamte Studienjahr 2012/13, wenn alles gut geht. Die Stadt ist mit ca. 230.000 Einwohnern ungefähr doppelt so groß wie Innsbruck und liegt am atlantischen Ozean. Bekannt ist sie auch für ihre Weine. 🙂

Die Universität liegt in einem Vorort der Stadt namens Talence, und zwar infolge der Studentenproteste des Jahres 1968. Die regierende Schicht war nämlich der Meinung, dass Studenten als potentielle Ruhestifter möglichst vom Stadtzentrum ferngehalten werden sollten, und hat dies umgesetzt, indem die Universität einfach vom Stadtzentrum in die Außengebiete verlegt wurde.

Ich habe mir einen Platz in einem Studentenheim (Village 2) reserviert, das sich direkt auf dem Universitätscampus befindet und mir somit hoffentlich erlaubt, das eine oder andere Mittagsschläfchen zwischendurch zu halten. (Bin schon seit einiger Zeit ein glühender Verfechter der Siesta und finde deren Einführung auch in unseren Breiten schon lange für überfällig!) Weiters zeichnet sich das Studentenheim durch einen Tischtennisraum (salle de ping-pong) und durch ein Klavierzimmer (salle de piano) aus, was mir als Tischtennis- sowohl als auch Klavierspieler sehr entgegenkommt. Dabei ist der Preis für das Studentenheim sehr moderat: 150€ werden berechnet, wobei meiner Auffassung nach der französische Staat für die Hälfte dieser Kosten aufkommen wird. Dafür habe ich von einer Bekannten, die schon in Bordeaux ein Auslandssemester gemacht hat, so manch “grusige” (wie die Vorarlberger sagen würden) Geschichte über die französischen Studentenheime gehört, inkl. Kakerlaken. Doch hoffe ich, dass es bei mir nicht soweit kommt — die Bilder  schauen ja eigentlich nicht so furchterregend aus. Doch halt, was ist das auf dem vierten Bild für ein schwarzer Schatten unter dem Kasten …?
Soweit von mir als Einstieg, mehr gibt es zu lesen, wenn ich dann in Bordeaux angekommen bin und vor Ort live berichten kann. À bientôt!

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